29. März 2016

Tempus fugit ...

Flimmernde Hitze liegt über dem Land, flirrend und die Perspektiven bis zur Unklarheit verzerrend. Der Horizont verschwimmt in milchiger Verhüllung über ausgedörrten graubraunen Feldern.
In dem kleinen Ort ist es totenstill, nirgendwo ist ein Geräusch vernehmbar, selbst das sonst überall gegenwärtige Hundegebell fehlt völlig. Alte Häuser reihen sich hier Denkmälern gleich mit vielen zerbrochenen Fensterscheiben oder versperrten Fensterläden entlang der einzigen Strasse.
Die ursprüngliche Farbe der Häuser hat sich zu einer schmutzigen Khakifarbe uniformiert, hier und da zeugt noch ein abgeblättertes buntes Farbrelikt von früherem vielfältigem Charme dieser Häuser.
Eins der grösseren Gebäude, anscheinend war es einmal ein Hotel, überragt alle anderen Häuser, die Fassade zeigte noch Spuren von kunstvoller Ausschmückung, nicht mehr lesbare Inschriften zwischen zwei kleinen halb zerfallenen Säulen, lassen einen Anflug von Klassizismus erahnen. Über allem liegt ein Schleier von steinfarbenem Staub, in unzähligen Jahren abgelagert und anscheinend zu einem Teil dieser Landschaft geworden. 
Ein altersschwacher Bus keucht die Landstraße entlang, kommt kurz vor dem Ortsausgang zum Stehen. Staubverkrustete Scheiben, durch die ein Ausblick wahrscheinlich nicht mehr möglich ist und in denen sich nicht einmal mehr das Sonnenlicht spiegelt, geben dem Fahrzeug etwas Unwirkliches, Gespenstisches ...

Auszug aus einer fiktiven Kurzgechichte.
Weiterlesen hier:.fraterguido.website
man
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[B]Ich danke Dir für Dein Statement![b/]