18. April 2017

Der Farbenspieler


Schon seit Langem störte mich
die blendendweiße Leinwand
auf meiner alten Staffelei.
Drum fasst ich mir ein Herz
und mixte meine Farben
enthusiastisch und voll Fantasie:

Das Chromoxydgrün mischte ich
mit Kassler Braun zu einem
wunderschönen Erdenton.
Ein wenig Gelb mit Grün noch
für die Sonne auf den Wiesen,
mit dunklen Schatten ausgefüllt.

Pariser Blau mit lichtem Ocker
gepaart für dunklen Tannenwald;
magentaroter Abendschein
hinter der braunen Fischerhütte
am kleinen umbragrünen See
vollendete die namenlose Pracht.

Wie von selbst lief da der Pinsel,
über freie Flächen, sie zu füllen,
gestaltete die Farben, Formen
und zum zauberhaften Farbenspiel
verliefen die Gedanken sich
mitten hinein in dieses Bild.

Als ich am Morgen dann erwachte,
rieb ich verwundert mir die Augen.
Nur Horizont, die Leinwand fort,
verschwunden alle Farben, Formen;
vom Bildnis meines Traums blieb nur
ein heller Fleck in den Gedanken.









©by wildgooseman

Kommentare:

  1. welch ein wundervoller Fleck wenn er auch dir nur diese schönen sanften hellen und saftigen Farben dir nur im Traume zeigte...er wird bestimmt in deinen gedanken haften bleiben und ..
    vielleicht -
    ja vielleicht
    taucht er ja
    noch einmal in deinen Träumen auf...
    für mich sinds wunderschöne Bilder zusammen in einem lyrischen gedicht
    wobei jedes gedicht ja Lyrik ist....:_))
    dir einen schönen 1. mai lieber Horst...
    ich wünsche dir Sonne und Kumuluswolken am Himmelel....szelt
    herzlichst Angel

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  2. Nix da mit Kumulus - alles Grau in Grau - trotzdem Sonne im Gemüt,
    meint der liebe Horst

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[B]Ich danke Dir für Dein Statement![b/]