26. April 2017

Entsorgung!


Entsorgung ist heute ein allumfassendes Thema. Wir entsorgen heute fast alles. Kunststoffe, Papier, Glas, Essensreste, alte Autoreifen, Metall- und Alteisenschrott, Elektronikteile jeder Art.
Noch niemals in der Geschichte der Menschheit wurde soviel einfach fortgeworfen, entweder in dazu bereitgestellte Abfallbehältnisse oder auch sehr oft einfach mitten hinein in die Landschaft, die Wälder, die Wiesen. Und niemand macht sich ein Bild davon, was mit diesem Abfall geschieht, der unrechtmäßig und verbotenerweise einfach irgendwo abgeladen wird und dann nicht nur die Landschaft verschandelt, sondern oftmals auch mit hochgiftigen Rückständen noch die nachkommenden Generationen beeinflusst.
An den Küsten der Weltmeere und sogar mitten in den Ozeanen sammeln sich die Plastikabfälle zu riesigen Inseln. Fische und viele andere Lebewesen sind von diesen Überresten der Zivilisation aufs tödlichste bedroht.
Was aber kann man denn tun? Entsorgung ist enorm wichtig, wenn wir nicht im Abfall ersticken wollen. Solange wir es noch schaffen, den von uns selbst produzierten Müll irgendwie wieder dem Kreislauf des natürlichen Lebens zuzuführen, ist das Problem sicher zu bannen.
Was aber, wenn nicht? Was geschieht, wenn wir tatsächlich im eigenen Abfall ersticken? In den letzten Jahren haben uns die Müllprobleme diverser Großstädte gezeigt, wohin das führen kann. Wochen-und monatelang lagen die Müllberge z.B. in Neapel auf den Straßen, türmten sich zu riesen Bergen, und niemand war in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen.
Politik und Wirtschaft waren sich nicht einig, wer dafür zuständig war und damit blieb dieses Problem hausgemacht.
Irgendwann kam es dann doch noch zu einer Lösung, die jedoch niemanden zufriedenstellte. Und so schiebt man die Lösung dieser Aufgaben immer weiter vor sich her, ohne zu einem Resultat zu gelangen.
Nicht überall auf der Welt wird der entstehende Müll nach Wertstoffen getrennt um dann jeweils der Wiederverwertung zugeführt zu werden. Und nebenbei gesagt: Nicht alles lässt sich auch wiederaufbereiten, dafür gibt es dann bei uns in Deutschland und vielen anderen Ländern die Müllverbrennungsanlagen.
Auf den aussereuropäischen Kontinenten jedoch sind diese Anlagen noch Mangelware! Eine neue Studie des amerikanischen National Center of Atmospheric Research (NCAR) hat zum ersten Mal versucht, Schätzungen für einzelne Länder hinsichtlich deren wahren Gasausstoß durch Müllverbrennung zu erheben.
Danach werden rund 40 Prozent des globalen Mülls in offenem Feuer verbrannt. Hierbei werden dann große Mengen an giftigen Gasen und gesundheitsschädlichen Schmutzpartikeln in die Luft abgeben. Diese Schadstoffe tauchen in keiner offiziellen Statistik auf, obwohl sie dem Klima und der Gesundheit enormen Schaden zufügen.
In Entwicklungsländern, in denen es nur ein schlecht ausgebautes Müllsammel- und Verwertungssystem gibt, brennen die meisten dieser gefährlichen Feuer. Da mit dem Konsum auch die Müllberge überall auf der Welt ansteigen, ist anzunehmen, dass ebenso die Zahl der privaten Müllverbrennungen in Dörfern, aber auch in Slums und Großstädten zunehmen wird. Eine besondere Gefahr geht von dem Rauch aus, der bei der Vernichtung von Plastik und Elektrogeräten entsteht. Von diesen besonderen Russpartikeln ist ein erhöhter Anteil für diverse Krankheiten verantwortlich, die in zunehmendem Maße zum globalen Problem werden.
Ich stelle damit abschließend fest, dass dieses Wort »Entsorgung« völlig fehlinterpretiert ist. Wenn mein Müll abgeholt wird, (also entsorgt), bleibt die Sorge weiter akut, lokal und global.
Aber der Verursacher eines Schadens ist auch für die Beseitigung zuständig. Das sollte inzwischen jedem Schulkind geläufig sein, wenn es seinen Kaugummi achtlos auf der Straße »entsorgt«.
Die Wirtschaftsunternehmen machen den Umsatz und verdienen an allen Verkäufen. Weniger Verpackung und die Übernahme der Beseitigung muss Standard werden. Wer Waren erzeugt, ist auch für die Beseitigung der Abfallprodukte zuständig, selbst wenn dadurch die Gewinnspanne der Unternehmen um einen Bruchteil gesenkt wird!

Abfallbeseitigung ist ein Thema, das uns alle angeht. Wir haben keine zweite Erde in Reserve, die wir austauschen könnten!


©by Wildgooseman

Kommentare:

  1. damit lieber Horst sprichst du ein Thema an, das uns mitten in die herzen treffen sollte! Allein was der meeresboden mittlerweile für Plastik und Müll enthält ist ein riesiges Thema vor dem sich alle in der Politik drücken,
    (so nach dem Motto: oben sieht man (noch) nichts, dabei werden unzählige Hundertausende von Fischen verseucht, sterben, werden an Land gespült, gefangen, von uns in den teuersten Restaurants für viel geld verspeist mit dem Hintergedanken FISCH soll ja so gesund sein"
    Es ist wirklich zum auswachsen, man könnte Hunderte von Themen dazu schreiben, über aktuelles berichten...
    wer tut
    was?
    und was tun wir?

    ein endloses Thema, und gut dass du es aufgreifst..
    herzlichst Angelface...

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  2. Ja, Angel, leider wird das auch nichts bringen,
    Die Wirtschaft ist stärker als jeder Verstand,
    sie übertrifft sogar noch die Politik - weil die
    ja selbst an allem verdient ...
    herzliche Grüße an Dich-
    Horst

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  3. Ein sehr wichtiges Thema hast Du aufgegriffen. man kann nur immer wieder mahnen, aber da müssen alle Länder mitmachen. Die Verseuchung der Meere, Plastik das die Fische fressen, alles geht in den Nahrungskreislauf.Man kann selber bei sich schauen wie weit man sich umweltfreundlich verhält, es wird einem nicht leicht gemacht. Die Industrie produziert und produziert und alle verdienen gut daran. Allein was auch mit der Luft passiert ist schlimm. Ein aufregendes Thema ,Horst.Ein Danke Dir, dass du es zum Thema gemacht hast, es kann nie genug sein. Liebe Grüße in den Mai, Klärchen

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  4. Auch Dir liebe Maigrüße, ohne Abfall mit viel Grün!
    Herzlichst,
    Horst

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[B]Ich danke Dir für Dein Statement![b/]