6. Juni 2017

Tagebuch des Lebens

Blätterst du manchmal auch
in deinem Tagebuch des Lebens?
Nimmst den angefeuchteten Zeigefinger
und wendest eine Seite nach der anderen um?

So ist es nun mal im Menschendasein:
Täglich erfährst du, wie das Leben etwas
in dein Tagebuch schreibt,
ob es dir nun Recht ist oder nicht.

Rückschau halten heißt ja nicht,
an der Vergangenheit hängen bleiben.
Es kann auch bedeuten, dass du aus
Vergangenem Lehren ziehst .

Manchmal sind diese Seiten umfangreich.
Es scheint, dass nicht alles hinein passt
in diesen deinen Tag,
so eng stehen die Zeilen beieinander.

Dann wieder ist es nur eine kleine Notiz,
die du liest, kaum der Rede wert.
Du meinst vielleicht, es lohnt sich gar nicht
weiter zu lesen, so uninteressant ist es.

Wenn du nun aber eines Tages siehst,
dass die Seiten anfangen weiß zu bleiben,
dann ahnst du im innersten Winkel des Herzens,
dass du aufhören wirst zu leben.

Lass dies nicht zu, lass jeden Tag
etwas Neues entstehen
und sei es auch nur Aufgewärmtes
vom Vortag ...


© by wildgooseman

Kommentare:

  1. Lieber Horst,
    du hast so wunderbare Gedanken. Ich freue mich dich hier auch gefunden zu haben, obwohl ich auch bei Google+ selten bin. Ganz lieben Gruß, auch an Ingrid. Helga

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  2. Ach ist das schön Horst, ich blättere auch immer mal wieder, obwohl e so ein tage buch nicht gibt, aber ein Buch des Lebens ist ja fast das Gleiche. Nee aufhören darf man nicht bis zuletzt.
    Liebste Grüße auch an Ingrid, Klärchen

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  3. wer einmal - irgendwann im Leben beschließt aufzuschreiben was einen bewegt, egal ob im Kalender des Lebens oder einem Tagebuch, der kann es nicht lassen, auch wenn nichts NEUES mehr in ihm passiert, wie er meint, dabei sind alle Gefühle, Situationen und Begegnungen es wert, sie aufzuschreiben.
    Meine Tageskalender die ich seit mindestens 100 gefühlten Jahren führe beweisen es mir und ich kann nachvollziehen dass und wie voll mein Leben davon war.
    Anscheinende Nichtigkeiten" - bekommen Bedeutung wenn man sie aufschreibt und oft und nicht nur wenn es nötig ist - etwas nachzuschlagen - lese ich darin und: lächle...(ein winziges AHA)
    hoffen wir dass unsere ähnlichen Gedanken dazu - lange bleiben..
    herzlichste Grüße in deinen Tag lieber Horst...

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  4. So manche Dinge kommen erst im "Nachhinein" zur Geltung, denke ich. Und dann ist es gut, die eigenen Überlegungen und Taten Revue passieren zu lassen. Nicht immer ist man zufrieden, wie alles gelaufen ist, nicht wahr? Ändern geht nicht mehr - aber vielleicht "bessern"?
    Na - wie immer auch: Wir sollten viiiel mehr nachdenken. Und zwar v o r h e r ---

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[B]Ich danke Dir für Dein Statement![b/]