6. Juli 2017

Spurensuche


Wo findest du die Spur
der freien Menschen,
die ihren Willen dem Commerz
nicht unterordnen,
die Stirn dem Leben bieten
und dazu ihr Herz.
Du findest Akzeptanz
nur bei den Heimatlosen,
die in der Mitte der Gesellschaft
stets am Rande stehen.
Du brauchst nur etwas Mut
und dazu dein Herz.
Frag sie nach ihrem Sehnen,
das sie stets verleugnen,
nach ihrem grossen Glück,
das niemals sie gekannt.
Frag sie nach ihrem Schicksal
und frag dazu dein Herz.
Wenn du dich selbst nicht kennst,
schaust nicht zur gleichen Zeit
hinter die eigene Fassade,
bleibst du ein Suchender;
dann gibt es keinen Ruheplatz 
für dein eigenes Herz.
 ©by Wildgooseman

Kommentare:

  1. Lieber Horst, stell dir mal vor: Spurensuche als Pflichtfach!
    Oiii, das wäre was… Hamsterrad zu verlassen und zu entdecken, dass es auch etwas anderes, als die Lüge der Commerz gibt.
    Vor lauter Bäumen sehen die Menschen den Wald nicht und dazu müssten die sich selbst anschauen aber… die Zeit fehlt, weil sonst würden sie die neuesten Trends verpassen und ein voll verplanter Tag kann solch eine schöne Ablenkung sein, um sich selbst bloß nicht zu begegnen und nicht anschauen zu müssen.
    Also, lieber Spüren verwischen…
    Lieber Horst, viele spüren sich selbst und das eigene Herz nicht und sie wissen es. Sie wissen, dass da etwas fehlt. Und es gibt welche, die es nicht wissen.
    Und die wollen es nicht wissen. Weil sie spüren, dass Wissen Verantwortung bedeutet. Verantwortung? Nein, danke, lieber jemand anderem die Schuld in die Schuhe schieben. Lieber Hamsterrad.
    Und die Obdachlosen sind nicht frei. Sie haben ihren freien Willen, das Kostbarste, was uns von der Schöpfung gegeben worden ist, den Lebensweg im Wachstum zu gehen, aufgegeben. Sie haben sich auch ihre „Komfortzone“ erschaffen, die ihr Hamsterrad geworden ist.
    Danke für dein Gedicht und für diese Gedanken, die heute so brennend wichtig sind. Wenn die Menschen bloß mehr hinterfragen würden…
    Alles Liebe von der Grażyna

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    1. Liebe Grazyna, diese meine Gedanken sind sicherlich schon so alt wie die Menschheit.
      Ich danke Dir, dass Du es fertig gebracht hast, das Konglomerat meiner Gedanken so zu durchleuchten, (denn das ist oft für mich selbst schwer)!
      Ich würde noch gar nicht mehr den Menschen selbst dabei sehen, dass er den Wald vor Bäumen nicht sieht. Es ist oft das ganze Tohuwabohu rund herum, dass den Weg versperrt.
      Man wird ständig überflutet von äusseren Reizen, Werbung tut das Übrige dazu, um uns vom Wesentlichen abzulenken.
      Wer aber sollte das ändern? Es liegt im Endeffekt nur in unserem eigenen WOLLEN, dass wir diesen Reizen nicht immer verfallen. Das Hamsterrad, das Du erwähnst, kann man stoppen. Aber dann? Was tritt an dessen Stelle?
      Manchmal wünschte ich mir, im Mittelalter leben zu können. Dann aber stehen die Bilder vor mir auf, die damals das Leben beeinflussten und ich werde zurückgeholt in die Wirklichkeit.
      Keiner kann das Rad der Zeit zurückdrehen. (Auch nicht das Hamsterrad stoppen!)
      Jedenfalls herzlichen Dank für Dein Statement - ich wünsche Dir ein geruhsames Wochenende, auch wenn Hamburg wieder mal in den Schlagzeilen steht -
      Horst

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  2. Wenn wir erkennen, dass hinter „äußeren Reizen verfallen“, sich von derjenigen am Körper, Geist und Seele futtern lassen, bedeutet.
    Wenn wir einsehen, dass wir uns zu Marionetten gemacht haben, die selbst eigene Vernichtung unterstützen.
    Dass, die Dinge nicht gut für uns sind, nur, weil es schon immer so gewesen ist. Beispielweise, auch, wenn wir seit hundert Jahren Zahnpasta benutzen, nur, weil Konzerne, die uns diese Chemiebombe in die Mund stecken, warum sollen mir Macht- und Geldgierige Konzerne sagen, was gut für meine Zähne ist? Sie sagen damit nur aus, was gut für dessen Bankkonto ist.
    Seit zwei Jahren benutze ich keine Zahnpasta und bin so froh darüber. Stattdessen Zähneputzen mit Alleppo Seife und Grüner Erde. Am Anfang dachte ich auch: Seife??? brrr. Aber ich habe es ausprobiert und nach einer Woche war nicht mehr ungewohnt.
    Schon lange fühlt sich „normal“ an und Zahnpasta nur brrrrrr
    Weil wir die Dinge schon immer so handgehabt haben, ist das noch kein Grund dies ebenso weiter zu tun, sondern nach umweltfreundlichen Alternativen zu suchen und nicht einfach aus dem Regal nehmen, weil es da steht. Niemand, außer mir, kann mir sagen, was gut für mich ist. Das möchte ich selbst entscheiden, Stück für Stück. Ich bin auch erst am Anfang, diese Spuren, „die den Weg versperren“, zu verwischen und neue, die mir in jeglicher Hinsicht eine Nahrung sind, entstehen zu lassen. Und zu hinterfragen: Ist es sinnvoll, weiter so zu tun, nur, weil ich schon immer das so getan habe? Reicht das?
    Das ist mein Ziel.
    Warum Mittelalter? Mit diesen körperlichen Grausamkeiten gang und gäbe!
    Das eine ist nie „besser“ oder „schlechter“, als das andere.
    Jetzt, durch G20 und alles, was drum herum passiert und ausgelöst wird, öffnen sich meine Augen immer mehr und mehr.
    Kennst du das: https://polizistmensch.de/2017/06/offener-brief-eines-polizisten-gedanken-zum-g20-gipfel-in-hamburg/
    Lieber Horst, hab auch ein gutes und geruhsames Wochenende, die Grażyna

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[B]Ich danke Dir für Dein Statement![b/]