27. Februar 2018

Mythen und Märchen



Unser ganzes Dasein, unsere Welt seit Beginn der Geburt ist übersät von Mythen und Sagen, von unbeweisbaren Erzählungen und Märchen.
Märchen hat übrigens den Ursprung in dem Worte »Mär«, das bedeutet nichts anderes als »Nachricht oder Neuigkeit«!
Alles, woran wir glauben, was uns gesagt wird, besteht immer auf dem Ursprung solcher Nachrichten, von guten und schlimmen Geschehnissen, von Fakten, die uns jeweils von dem entsprechenden Fall erzählen.
Selten können wir es nachprüfen, noch seltener den Wahrheitsgehalt einer solchen Mär evaluieren.
Unser ganzes Leben ist so eingerichtet, dass wir von abergläubischen Mythen, von Schöpfungsgeschichten aller Art, von Menschen, die »so etwas erlebt haben« beeinflusst werden. Es ist schwer, sich solchen Überlieferungen zu entziehen, in gewissen Kreisen ist es fast unmöglich.

Die Mythologien Ägyptens, Griechenlands, Roms, der keltischen Länder, der christlichen Bibel und der jüdischen Bücher sind voll erschreckender Geschichten über gewalttätige Götter, voller Wut und Verachtung für ihre Schöpfungen. In der christlichen Religion beispielsweise begegnen wir zwei Hauptgruppen. Auf der einen Seite sind die Christen, die an einen Gott der Liebe glauben, das heißt, dass all das in der Liebe mündet, was wir in unserem Leben tun oder lassen.
Auf der anderen Seite gibt es Christen, die Gott bitten, Waffen und Bomben zu segnen, die Gottes Rache fürchten und an Erbsünde von Geburt an glauben, das heisst, dass du und ich schuldig sind, gleich was wir immer tun!
Nur haben wir keine Ahnung was unsere Schuld sein soll. Dieser Mythos hat sich so breit gemacht in der Welt, dass er kaum ausgelöscht werden kann. Alles wird mit Schuldgefühlen belastet, sodass die Freiheit - oder anders gesagt, die Leichtigkeit unseres Daseins ständig unter Drohungen stehen.
Auch der Hinduismus ist mit seinem Karma belastet. Der Ausdruck Karma oder Handlung steht für eine aktive Kraft; es bedeutet, dass zukünftige Geschehnisse in unseren eigenen Händen liegen, wir müssen also alles dafür tun, um das Beste für unser »Leben nach dem Tod« zu schaffen, ähnlich wie im Christentum.
Auch der Islam kennt dieses Büßertum: Gutes zu tun im Leben, damit später das Paradies seine Pforten öffnet zur ewigen Freude! Der Gegenpol ist eben dann, wie auch im Christentum, die Hölle als ewige Verdammnis!

Aus unserer frühen Kindheit werden wir daher immer ermutigt zu denken, dass unser Wesen nicht Liebe, sondern ständige Schuld ist!
Die Menschen sind schlecht, so wird es gelehrt, vom Augenblick der Geburt an. So will es der Mythos der Religionen. Wir müssen daher alles tun, um uns davon zu befreien. Buße und Sühne unser Leben lang, ohne dass wir überhaupt wissen, was wir getan haben sollen.

Wir alle sollten niemals einen anderen Menschen einer Schuld »von Anfang an« bezichtigen. Schuld entsteht erst im Laufe des menschlichen Daseins, wenn gewisse Regeln und Gesetze gebrochen werden. Auch eine sogenannte »ererbte Kriminalität« ist keine kontinuierliche Tatsache, so etwas ist einfach nicht möglich. Wenn Kinder kriminell werden, geschieht das durch Erziehung und Prägung!
Schuld ist natürlich eine Tatsache, die niemand abstreitet! Eine ererbte Schuld jedoch, wie sie Religionen explizit verbreiten ist blanker Unsinn. Das Schlimme daran ist, dass die maßgebenden Verfechter dies genau wissen! Aber es ist natürlich leichter, mit solchen Theorien die Religionsgemeinschaften beieinander zu halten! Wer will schon gern »schuld sein«, wenn die Religion auseinander bricht.
Unser eigenes Glück erfordert, dass wir die Vorstellung akzeptieren, dass wir im Wesentlichen nicht schuldig sind an dem, was ohne unser eigenes Dazutun geschieht! Wir nicht und auch niemand anderes. Auch wenn die neuen Märchen, die modernen »Fakes«, es so wollen ...

©by wildgooseman

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[B]Ich danke Dir für Dein Statement![b/]