13. Dezember 2018

Der Weg nach Bethlehem



 Dunkle Tage, wolkenverhangen, es wird nicht so richtig hell um uns herum. Ich mag eigentlich die dunklen Tage, die zum Jahresende so manchen Menschen schwer zu schaffen machen. Warum?  Das ist eigentlich nicht recht erklärbar. Vielleicht sind es die Spaziergänge, dick eingemummt in warme Kleidung? Oder der heiße Tee in der warmen Stube, gute Gespräche am Kamin? Ist das nicht schön? Die vielen Lichter, die an diesen Tagen tausendfach die Welt erleuchten. Die uns auch den Weg nach Bethlehem erhellen, ihn aufzeigen als Hoffnungsweg!
Wartest Du auch auf die Weihnachtsfreude? Sie wird sich auch in diesem Jahr nicht von selbst einstellen. Wie schnell, rasend schnell, geht sie unter in dem ganzen Trubel um die Weihnachtszeit. Meist wird sie überdeckt von einem bitteren Beigeschmack, so manches Mal sogar ganz übersehen.
Solch eine Weihnachtsfreude kann niemals das Ergebnis von Stillstand und Unbeweglichkeit sein, denn sie steht immer am Ende eines Weges! Es ist der Weg zu uns selbst in die eigene Einsamkeit, es ist der Weg in die Armut dieser Welt und dem besonderen Reichtum, den eben diese Welt nicht bieten kann, den nur das Herz zu finden vermag.
Es ist ein schwerer und weiter Weg nach Bethlehem. Auch ein einsamer Weg, denn sehr oft ist niemand da, der ihn mit uns geht. Erst wenn wir dort ankommen, wenn wir diesen langen Weg hinter uns haben, werden wir feststellen: Bethlehem ist eigentlich doch sehr, sehr nah!
Und an dieser Krippe - dieser winzigen, nun durch tausende von Kerzen er
leuchteten Krippe im Stall von Bethlehem werden wir auf andere Menschen treffen!  Sie sind, wie wir selbst, den weitesten Weg dieser Welt gegangen, den es gibt: Den Weg aus den eigenen, engen Mauern hinaus in das helle Leben. Schließen wir uns ihnen an und rufen mit allen Menschen auf dieser Erde:
      »Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen«




©by Wildgooseman

Kommentare:

  1. lieber Horst es ist zutiefst berührend was dich so kurz vor dem fest beschäftigt...den Weg zu gehen der oft so beschwerlich erscheint - fällt vielen Menschen schwer in der heutigen zeit - zu glauben und den Wunsch behalten zu können trotz aller Vorkommnisse auf dieser Welt - FRieden auf ERden und das allen Menschen und nicht nur zur Weihnachtszeit.
    *******alles Liebe*****zu Dir und Euch*****Angelface*******

    AntwortenLöschen
  2. Ach Engelchen, wie viele Wege ich schon ging, die immer in die Irre führten - sie sind nicht mehr zu zählen. Aber irgendwann, (manchmal ist es dann wie ein Traum), ist der richtige dann doch erschienen, den ich gehen konnte. Ohne den Fingerzeig von "oben" ist er schwerlich erkennbar, das hab ich erfahren.
    Die "Welt" hat ihre Konflikte, der Mensch hat die seinen. Friede auf Erden? Vielleicht, wenn wir selbst in Frieden leben, nicht?
    Danke und herzliche Grüße,
    Horst

    AntwortenLöschen
  3. Ja, lieber Horst, den Frieden auf Erden können wir nur annähernd haben, wenn wir mit uns selber im Reinen und in Frieden leben.Ich glaube jeder Mensch ist schon mal Irrwege allein gegangen und wenn es ein Ziel gibt, kommt man früher oder später an, wenn uns dann Wärme empfängt, sind wir da wo wir hin wollen.Ein friedliches und fröhliches Weihnachtsfest wünsche ich Euch beiden von Herzen, Klärchen

    AntwortenLöschen

[B]Ich danke Dir für Deinen Kommentar![b/]