25. März 2019

Schönheit ist subjektiv!


Wie denkst du darüber, kannst du sagen, was Schönheit wirklich ist? Was macht sie aus, wie empfindet der Einzelne diese Eigenschaft, die nun wirklich kein Allgemeingut ist, sondern nur eine subjektive Einstellung.
Lassen wir uns für einen Moment innehalten und darüber nachdenken. Was ist also wirklich schön? Ist es der Augenblick, wenn ich jemand erkenne, den ich mag und dabei sage: »Der ist schön«?
     Ist es meine eigene Einstellung über Schönheit und Vollkommenheit, die ich von Kindesbeinen an angenommen habe?
Wer bestimmt eigentlich die Maßstäbe von schön oder unschön, von lieblich oder hässlich? Wer will hier so vermessen sein, diese Standards festzusetzen und sie als allgemein gültig ansehen zu lassen? Wer spielt hier mit diesen Begriffen, die im Grunde genommen die Welt beherrschen. Die Komplexität dieser Begriffe ist so umfangreich, dass man dicke Folianten damit füllen könnte.
Schönheit, das ist rein faktisch gesehen, ein relativer Begriff.
Was ich schön finde, kann für einen anderen Menschen genau das Gegenteil bedeuten. Es muss noch lange nicht in die Perspektive des anderen passen, wenn ich etwas »wundervoll« finde. Das ist nur meine eigene Einschätzung.
     Was zum Beispiel gestern schön war, passt möglicherweise überhaupt nicht in die heutige Norm der Ansichten. Dabei denke ich auch an das, was den Frauen beispielsweise seit Jahrtausenden passiert ist, unabhängig von der Kleidung der jeweiligen Zeitabschnitte. 
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Die damaligen skulpturalen Körper waren (auch) ganz anders als die heutigen, von wem auch immer geforderten Schönheitsstandards.
Dazu sage ich ganz einfach: Eine Frau kann schön sein, auch wenn sie nicht dem Standard der von Mode oder Designern deklarierten Geschmacksrichtung entspricht.
Und eine Frau kann auch schön sein, wenn sie nicht das Körpergewichtsideal der Modediktatoren auf ihre Fahnen geschrieben hat!
     Der wichtigste Punkt in der weiblichen Schönheit ist im Grunde ihr Selbstwertgefühl! Wenn eine Frau sich selber mag, wird sie auch der äußeren Umwelt das gleiche Gefühl vermitteln können, ohne dabei überheblich zu wirken. Denn das wiederum würde bei anderen Menschen genau das Gegenteil hervorrufen, nämlich Ablehnung.
     Eine Tatsache darf man dabei nicht unberücksichtigt lassen:
Ein - nach allgemeiner Ansicht - schöner Mensch kann genau so große Nachteile im Leben haben wie ein unattraktiver.
Wobei dann wieder die Frage anfällt: Wer gibt hierbei die Norm vor? 
     Ich hatte vor Jahren eine nähere Bekanntschaft mit einer Schauspielerin (der Name spielt hier keine Rolle) die, obwohl eine Schönheit im landläufigen Sinne, sehr unglücklich und einsam war. Es war einfach für sie nicht möglich, eine feste Bindung einzugehen, da sie stets nur als »die Schauspielerin« und niemals als der Mensch dahinter gesehen wurde und somit zwangsläufig einen Bannkreis um sich zog, den niemand durchbrechen mochte.
     Schönheit ist relativ. Das hatten wir schon festgestellt, es kommt immer auf den Blickwinkel an, aus dem man seine Betrachtung macht. (Manchmal auch auf das Teleobjektiv, das erbarmungslos alles aufzeigt, was vielleicht nicht attraktiv ist.) Man kann Schönheit einfach nicht »messen«, obwohl es dabei an Versuchen nicht mangelt.
     Jeder Mensch hat eben sein eigenes Schönheitsempfinden. Wir können getrost davon ausgehen, dass persönliche Erlebnisse dieses Empfinden ganz individuell prägen.
Vous voulez savoir si vous êtes belle? Je dis: Oui!! “
Dieser Satz Gustave Flauberts (1821-1880) bringt, so glaube ich, alles auf den Punkt:
»Du willst wissen, ob du schön bist? Ich sage: >JA!<

     
     Was bleibt da nun noch zu fragen?
Etwa: Bist DU schön? Eindeutig »JA«. 

Wer etwas anderes behauptet, sagt die Unwahrheit ...

©by H.C.G.Lux

Kommentare:

  1. hach lieber Horst....was ist schon Schönheit...?
    so was ähnliches wie Klarheit?
    Ebenmäßigkeit
    ein harmonisches miteinander im gesicht...du sagst ganz richtig das empfinden ist subjektiv und schilderst deine Eindrücke - jeder sieht den anderen anders (an)und empfindet ihn - vielleicht nach sympathie - Ausstrahlung - angenehmem Auftreten, guten Manieren, Eleganz oder wie er sich ausdrückt...
    höflich - nett und freundlich ist oder ob er mißmutig durch sein Leben läuft, unzufrieden iast...
    ich denke mal...wer Selbstbewußsein hat wirkt schön, dass-oder ob er es ist, danach fragt keiner....
    wie man sich selbst empfindet
    dass man sich selbst als person/mensch/Individuum sieht
    sich anständig verhält - sagt aus Benehmen macht schön..kann schön machen
    in jedem wesen steckt eine gewisse Schönheit...obwohl es nur ein Wort ist, dass sich ändern kann...
    aber
    es sind interessante gedanken die dich heute bewegen....
    mich auch, lacht angel...

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  2. Lieber Horst, ein schönes Thema oder ich sage ein gutes Thema...
    Es gibt ja nicht nur die Schönheit eines Gesichtes, sondern vieles was man als schön oder hässlich betrachten kann, zum Beispiel in der Kunst und Malerei, Architektur, Natur usw.. Immer nur so, wie man es selber sieht mit den eigenen Augen ist nicht die wahre Schönheit. Auch Hässlichkeit in jeder Form hat eine eigene Schönheit.Mit den Augen im Spiegel betrachtet finde ich mich selber schön mit all meinen Fehlern und Macken. Es gibt keine Mackellosigkeit, aber es gibt Überheblichkeit und Täuschung.Die muss man auch in Betracht ziehen. Wenn Du die Schönheit des Menschen betrachtest, so sind wir einmalig, nicht vergleichbar in unserer einzignartigen Schönheit.
    Schönheit im Auge des Betrachteres ist nicht die wahre Schönheit, die kann man immer wieder neu und anders entdecken.
    Ach mir fällt dazu einiges ein, aber ich lasse es nun sein. Ich finde alte Menschen zum Beispiel schön mit ihren Gesichtern die Geschichten erzählen.
    Liebe Grüsse in Deinen hoffentlich schönen Tag, Klärchen

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  3. Ein "schönes" Thema, nicht wahr, Ihr Lieben? Auch wenn man die jeweiligen Aussagen nicht nachprüfen kann, ich behaupte einfach, dass >schön< und >unschön< zwei Aspekte eines Ganzen sind!

    Am Beispiel eines modernen Gemäldes mag man es erkennen:
    Da hängt ein grün-gelbes "Etwas" an der Wand, reich verschnörkelt und meisterhaft ausgeführt.
    Zwei Kommentare von Personen in einer Galerie:
    1.) "Ist das nicht wunderbar, diese Ausdruckskraft des Malers? Sie sprengt förmlich den Rahmen mit ihrer Unwirklichkeit! Der Künstler hat sich eine Menge dabei gedacht!"
    2.) "Welch eine Scheußlichkeit, diese Kleckserei! Wenn ich Spinat mit Spiegelei betrachten will, kann ich in meine Küche gehen! Was der sich wohl dabei gedacht hat?"

    Wer hat nun Recht? Ich meine: Beide!
    Wer es wagt, einer allgemein üblichen Ansicht zu widersprechen, gibt einem offiziellen Idealbild immer einen Minuspunkt mit. Und das - das hat meist Folgen für den Kritiker; folglich wird sehr oft die eigene Meinung unterdrückt und damit behält der Mehrheitsgeschmack die Oberhand!
    Was täglich immer wieder zu beweisen wäre -
    sagt mit Grüßen
    Horst

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  4. lieber Horst
    zumindest hat deine betrachtungsweise über Schönes - die Schönheit an sich und das Besondere daran mich inspiriert und verlockt das Thema ebenfalls aufzugreifen was in meinem Blog auch zu lesen ist. Ein Thema über das man sich viele philosophische Gedanken machen kann, es ist die Betrachtungsweise eines Wortes das man so oder so "auslegen kann.
    das Wort schön" allein sagt ja erst mal gar nichts aus, es ist nur eine Empfindung die man sich zu eigen machen kann, ist aber bei vielen weiblichen WESEN dieser welt /anscheinend/ unheimlich von Wichtigkeit durchzogen. nicht unbedingt von Wertigkeit. lacht angelface...aber auf jeden Fall - sehr interessant wie es ein männliches Wesen betrachtet...
    herzlichst ein Gruß zum Tage...

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[B]Ich danke Dir für Deinen Kommentar![b/]