23. Januar 2020

Worte, die oft nicht ankommen!


Worte, die oft nicht ankommen!

Wer immer auch glaubt, richtige Worte zu einem aktuellen Thema zu finden, befindet sich mit Sicherheit auf dem Holzweg. Ohne Ausnahme wird er/sie umgehend eines Besseren belehrt werden.
(Aber ich denke -wow - welch ein großes Wort!) Also ich denke, dass ich trotzdem mit meiner Meinung, ob richtig oder falsch - nicht hinter dem Berg halten werde. Als ich 11 Jahre alt war, wurde der Jugend, also auch mir,  jede Meinung aufgezwungen. Auch Ich habe damals begeistert den Arm zum H-Gruß ausgestreckt - weil ich es nicht anders kannte! Und trotzdem würde ich mich niemals NAZISAU nennen lassen.

Ebenso wenig kann ich aber auch nachvollziehen, wie jemand von "Opferrolle" reden kann, der unsere unselige Geschichte nur aus der Schule kennt. (Und die dort auch "geschönt" wurde.)
Wer die Gräuel der Konzentrationslager als Märchen abtut, ist für mich hirnlos - dem ist nicht zu helfen und der sollte auch -verdammt noch mal - die Klappe halten!

Heute kann ich meine Meinung sagen, ohne dass ich früh am Morgen  aus dem Bett geholt werde und danach für immer verschwinde!
Ich lebe in einer Demokratie, der anfälligsten Staatsform, die es gibt; doch es gibt keine bessere. Und wer unsere Regierung - oft auch zu Recht - kritisiert, darf die gebotene Humanitas nicht außen vorlassen.
Mit feuchtem Dreck um sich werfen, sollte man getrost den Kleinkindern überlassen, die erfreut es ganz gewiss. Wenn Erwachsene das aber später fortsetzen, zeigt es nur, dass sie in einer Kleinkindphase steckengeblieben sind, über die man im Grunde genommen nur den Kopf schütteln kann. 

Ich jedenfalls möchte nicht wieder einer Diktatur nachlaufen müssen. Jedermann, der seine Welt heute einteilt in Rechts und Links, in Gut und Böse, sollte einmal darüber nachdenken, ob er selbst nicht von alledem einen nicht geringen Teil in sich trägt

Karl Jaspers, der Philosoph, prägte einst ein Wort, das es wert ist, als Fanal an jede Hauswand gesprayt zu werden:
Es darf keine Freiheit geben zur Zerstörung der Freiheit!

©by H.C.G.Lux

Kommentare:

  1. du siehst mich bestätigend nur "laut nicken" lieber Horst, damit schreibst und beschreibst du in deinem Post wie wichtig es ist; - dass wir
    a) nie vergessen zu denken und nachzudenken - auch --in die Vergangenheit und gerade in eine solche...denn die wiegt schwer wie Blei..
    b) dass wir nicht ins große Vergessen versinken..über all dem reichtum, Erfolg/dem Ruhm
    c) dass wir darüber reden und nicht schweigen wie es die letzte Generation leider tat
    d) dass wir darüber schreiben wenn man uns nicht zuhört wenn wir nach Achtsamkeit suchen, nach demut streben, nach Dankbarkeit dass es uns jetzt fast allen gut geht die wir in einer Demokratie leiben(dürfen..was geradezu ein Zufall ist, denn wir haben es uns nicht ausgesucht wohin wir geboren wurden und sind..
    e) dass wir die Chance haben es jetzt besser zu machen wenn wir aufhorchen und mitdenken...
    du siehst mich leise erschüttert dass man das heute tatsächlich laut aussprechen muss um es ins Bewusstsein zu transportieren...!
    ein Armutszeugnis - das wir uns selbst ausstellen..
    herzliche Grüße angel

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  2. Der Satz von Karl Jaspers sagt alles!
    Wir sollten froh sein in einer Demokratie zu leben, wo jeder seine meinung sagen kann. Pressefreiheit herrscht...noch!
    Alle sollten bei der Wahrheit bleiben, aber es wird gelogen und betrogen.
    Ich mag ihn eigentlich nicht, den Satz:"Vertrauen ist gut, Misstrauen ist besser!"
    Leider fällt er mir zu oft ein.
    Gut das Du den Mund aufmachst, lieber Horst, was kann einem schon passieren. Die es lesen wollen, lesen, alle anderen ignorieren eh alles was nicht in ihr Weltbild passt.
    Danke für diesen guten Artikel, da bin ich bei Dir,
    herzlichst Klärchen

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  3. ich kann dich gut verstehen was du meinst und schreibst. Dieser letzte Satz von Karl Jaspers sollte jeder sich vor siene Augen nehmen. Freiheit ist so ein grosses gut aber nein es wird immer wiede nieder getrampelt mit Krieg und andere Sachen.
    Gut dass du es aufgeschrieben hast damals war es so und heute ist man froh dass es so was nicht mehr gibt und hoffe auch nie wieder erleben müssen.
    Was Klärchen schreibt und auch Angel nicke ich zu!!!
    Herzlichen Gruss Elke

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  4. Ich bin sicher, es kann kein Armutszeugnis geben, liebe Angel, solange wir noch wissen, was wir tun und was wir lassen müssen!
    "dass wir nicht ins große Vergessen versinken..." wie wahr ist doch dieser Satz, und wie schnell sind wir - ich nehme mich da nicht aus- trotzdem dabei.

    Und: "alle anderen ignorieren eh alles was nicht in ihr Weltbild passt." Liebes Klärchen, das Lügen ist wohl dem Menschen angeboren! (Vor vielen Jahren sollten in einem Experiment der Sorbonne die Probanden eine Woche lang "nicht lügen"! Der Versuch musste abgebrochen werden!
    Ich mache einen Selbstversuch ---ich glaube, es bleibt nur ein Versuch, oder?

    Ja, Elke, Rosa Luxemburgs Aussage hat auch heute noch Bestand, auch wenn "sie" eine "Linke" war:
    "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden ..."
    Was könnte man dazu noch sagen? Vielleicht: "Ich sage allen, dass ich auf seiner Seite stehe. Vorausgesetzt, er ist meiner Meinung!"
    Da bleiben wir lieber auf der anderen Seite, nicht wahr?
    Grüße an Euch alle -
    Horst

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[B]Ich danke Dir für Deinen Kommentar![b/]