1. Februar 2020

Die eisigen Gräber in der Ostsee


Beim Untergang der Passagierdampfers Titanic
am 14. April 1912 starben insgesamt 1.495 Menschen, nur 712 überlebten. Das Schiff war auf seiner Jungfernfahrt von Southampton nach New York, kollidierte mit einem Eisberg und sank im Nordatlantik.
Es war wirklich ein grauenhaftes Unglück, hundertfach in Szene gesetzt, verfilmt und global kolportiert!

Am 30.Januar 1945 wurde die »Wilhelm Gustloff« durch Torpedotreffer eines sowjetischen U.Boots versenkt, die Zahl der Opfer betrug 9.000 Flüchtlinge und verwundete Soldaten
Einige Tage später, am 9.Februar 1945 wurde die
»General v. Steuben« ebenfalls durch ein U-Boot versenkt, hier waren etwa 3500 Opfer zu beklagen
Das dritte große Schiff, das in den Fluten der Ostsee unterging, war am 16.April 1945 die »Goya«. Bei diesem Untergang waren es rd. 7000 Tote, im Wesentlichen verwundete Soldaten und Flüchtlinge, fanden dort ihr Grab in der Ostsee!
Besonders perfide und skrupellos finde ich es, dass die russischen U-Boot-Kommandanten später als Helden gefeiert und verherrlicht wurden! Welch eine Heldentat!
Dies waren jedoch längst nicht alle Opfer der Schiffsuntergänge zu den Zeiten der Flüchtlingstransporte über die Ostsee! Schätzungsweise verloren insgesamt 28.000 Menschen in diesen letzten Kriegstagen allein durch die Schiffsuntergänge ihr Leben!

Kaum eine Replik der späteren Jahre - bis auf einen schmalzigen deutschen Film - bezog sich auf diese Opfer, die dort ihr Leben ließen, während andererseits die Ertrunkenen der »Titanic« unablässig vor Augen geführt wurden! Alle Menschen sind eben gleich.
Manche allerdings ein wenig »gleicher«!

©by H.C.G.Lux

Kommentare:

  1. Lieber Horst wenn mir solche Gedanken durch den Kopf gehen - was sie tun - und ich würde sie in meinem Block - Blog veröffentlichen habe ich na ja nicht gleich "Prügel aber zumindest Schweigen zu erwarten und keine Kommentare und wenn:
    dann
    "bitte nichts unangenehmes, unerfreuliches, schlechte Nachrichten von Toten oder dergleichen!°
    das möchte keiner hören ...was ich sehr bedauerlich empfinde. Es gibt eben Blogs die sich das leisten können, wo es akzeptiert wird wie deiner und andere die nichts davon wissen wollen.
    ich finde den beitrag wertvoll, erinnerungsträchtig und gut wie auch die Geschichten die keine sind, sondern tatsachen über den Krieg, den Holocoust und Menschen die ihr Leben verloren haben, weil der Tod ebenso wie das Leben gehört und beileibe nicht alles rosa/r/tot bebildert ist und nie sein wird.
    danke ,,,,,lieber Horst danke
    herzlichst angel

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  2. Ja, es gibt Menschen die davon nichts wissen wollen, aber doch auch viele, die die Geschichte interessiert. Das Unglück muss in Erinnerung bleiben, der ganze Krieg. Menschen sind oft Verdrängungskünstler und unangenehme Themen will man nicht hören und lesen. Du hast den Krieg mit erlebt, so ist es gut, das Du darüber schreibst und erinnerst für unsere Nachkommen, so lange Du lebst. Ich danke Dir, herzlichst Klärchen

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[B]Ich danke Dir für Deinen Kommentar![b/]