31. Juli 2020

Manifest der Universität Polyhumanitas


 

Bei neuesten Ausgrabungen in den Bezirken Northern-Germany, Bavaria-East und Rhenania wurden überraschende Erkenntnisse über die Bevölkerung der Jahre nach Beginn des 3.Jahrtausends bekannt. Fundstellen belegen, dass ab dem Jahr 2020 n.Chr. hier eine Epidemie das Land überzogen hat, das die gesamte Einwohnerschaft unter ihre Kontrolle brachte. 

   Ein bis dahin unbekannter Virus,  SARS-CoV-2, vereinfacht Coronavirus genannt, verursachte eine Krankheit, Covid-19 genannt. Sie äusserte sich in den verschiedenen Formen nach Art der Virusgrippen: Husten, Atembeschwerden und Fieberanstieg.

     Durch das bewusst oder unbewusste Sozialverhalten der Menschen gelang es diesem Virus, Infektionszahlen weltweit zu erreichen, die es in der Neuzeit bisher nie gab. Das unterschiedliche Verhalten der verschiedenen Regierungen der Welt, die damals in mehr als 200 Staaten unterteilt war - (damals gab nachweislich noch keine einheitliche Weltregierung) - brachte den Nährboden dieses SARS-Virus zu ungeahnter Blüte!

     So mancher Regierungschef tat diese Gefahr als »Bangemachen« ab und ließ somit die eigene Bevölkerung im Unklaren über die Gefährlichkeit dieser schließlich zur Pandemie gewordenen Gefahr. Unsere Forschungen haben heute, 1000 Jahre später, ergeben, dass man mit den modernen Abwehrmethoden unserer Zeit mit diesem Virus kein Problem gehabt hätte.

     Es ist natürlich auch möglich, dass wir Neo-Humanide im Lauf des Jahrtausends klüger und besonnener geworden sind und auf alles, was die Menschheit gefährden kann, umsichtiger, rücksichtsvoller und gewissenhafter reagieren.

     Unsere Archäologen fanden in einer Höhle neben den Überresten von Menschen der Atomzeit seltsame Tücher, die diese Personen anscheinend vor dem Gesicht trugen. Eine Begründung dafür ließ sich bis heute noch nicht finden. Aus Bruchteilen von Schriftstücken ließ sich eine Art von Schutzmechanismus interpretieren, wenngleich sich nicht erklären lässt, welche Auswirkungen solch ein Bekleidungstück haben könnte.

     Professor Morgenrot vom Kulturreferat der Human-Work-Assoziation ist der Auffassung, dass sich eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe von Menschen nicht ableiten liesse. Das allerdings würde dann den Schluss zulassen, das entgegen aller geschichtlichen Deutung die Menschheit keinerlei Zusammengehörigkeitsgefühl besessen habe.

     Letztendlich lässt sich nun belegen, dass die Menschheit sich in früheren Jahrhunderten sehr barbarisch verhalten hat. Dies lässt sich auch aus Teil-Dokumenten belegen, die in uralten Gebäuden als Fundstücke entdeckt wurden. Das »Hilfe-Verhalten« war sicher in diesen Menschengruppen vorhanden, es war jedoch weit weniger ausgeprägt, als es in unserer Zeit als normal gilt.
Rücksichtslos und skrupellos zu sein - dieses Relikt der alten Zeit müssen wir uns heute im Jahre 3020 n.Chr. nicht mehr zu eigen machen.

AD 3020, FdR Professor em. Dr. Brotlos


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