21.1.22

Der Mond

 


Als ich des Nachts erwachte,
blickte der Mond bei mir ins Fenster.
Er stand am schwarzen Himmel,
schaute und erzählte mir,
was er auf seiner Reise sah.
Mir schien, sein Schein verblasste
im Laufe dieser langen Nacht
Sein heller Blick, er schweifte
traurig durch die Welten.
»Meine Zeit ist viel zu kurz«,
Er sprach zu mir ganz leise,
»um all das Elend zu beleuchten!«
Beschämt bedeckt er sich
mit einer dunkelgrauen Wolke.
Ich winkte ihm verstohlen zu.
Ich weiß, er kommt ja wieder,
er hat doch keine Wahl!
Vielleicht beginnt auch jetzt,
die Hoffnung neue Wurzeln
hier bei uns zu schlagen -
sie stirbt bekanntlich ja zuletzt!
Da fällt mir gerade ein:
Wenn irgendjemand heut
dagegen demonstrieren will?
Von wegen »Freiheit« -
könnt ja möglich sein -
er mag es ohne Murren tun,
Wir Anderen lächeln still ...
©2022 by H.C.G.Lux

3 Kommentare:

  1. da ist bei mir auch ein stilles Lächeln, lieber Horst.
    Die Sonne geht immer wieder auf, wenn der Mond untergeht, so oder so kann es gesehen werden.Ich schrieb hier, über die Zeit.
    https://binablurei.blogspot.de
    Vielleicht hast Du ja doch mal Lust zu lesen.
    Alles Liebe für Dich, ich bewundere Deine Themen die Du immer noch anpackst.Den Mond hast Du wunderbar festgehalten.
    Liebste Grüsse, Klärchen

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  2. gerade der Mond - ud so sieht man ihn ja selten in voller Größe und so nah - fast ist`s als könne man ihn greifen...
    verführt uns dazu ihm Geschichten in dein wunderschönes RUND zu legen...
    wohin er wohl will und was ER sich wohl ansehen möchte wenn er aus unserem Blickwinkel wieder entschwindet und die Welt umrundet um am anderen Ende wieder aufzutauchen.
    Des Nachts leuchtet er durch unsere Fenster /bei mir ists ausgerechnet das Dachfenster im Schlafenden Zimmer und verhindert dass ich ruhig schlafe und dazu noch mehr träume...
    er wandert gerne langsam am Himmel entlang so wie es ihm gefällt und ein Glück müssen wir ihn wieder gehen lassen..
    wen wir am Meer sind und er wie die Sonne im Meer versinkt, die Farben wechselt ein Lied gänsehautmässig erklingt.
    beschämt bedeckt er sich mit einer grauen Wolke, ich denke, oft genug schämt er sich für uns die wir es verlernt haben es zu tun...
    wenn wir lernen wieder zu lächeln anstelle so laut zu schrein..wird uns auch der Mond verzeihn,...
    schön deine Gedanken zum Tage..lieber Horst...
    herzlichst angel

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  3. Der Mond - ein Himmelskörper voller Romantik - und doch nichts weiter als ein winziges Sandkorn des Universums.
    Wie kann es sein, dass die Menschheit seit ihrem Beginn immer nur das Schöne gesehen hat. Gewiss, ohne Mond fehlte uns etwas, auch physikalisch gesehen würde er wahrscheinlich im Gefüge des Kosmos ein Tohuwabohu hervorrufen.
    Aber nehmen wir doch mal den Planeten Jupiter! Einschließlich aller Winzlinge hat er etwa 80 Monde!! Das ist ein romantisches Gewimmel an Jupiters Himmel, nicht wahr?
    Also, Bleiben wir doch lieber bei unserem Trabanten und schreiben wir ihm alle schönen Sachen zu, die wir mögen!
    (Auch wenn ARMSTRONG ihn ein bißchen anders kennenlernte -
    meint lächelnd
    Horst

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[B]Ich danke Dir für Deine Nachricht![b/]

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