16.1.22

Tempora mutantur.



Franz von Lenbach, Venedig


 (Die Zeiten ändern sich)

Ich träume oft in manchen Stunden
von Völkern, die durch Freundschaft verbunden,
von weißen Tauben, die Frieden verbreiten,
vom Guten in uns zu allen Zeiten.

Ich träume von Gleichheit aller Rassen
ohne Rücksicht auf Herkunft und Klassen,
von Arbeit für alle, die arbeiten können
und nicht nur immer zum Jobcenter rennen.

Ich träume von Familien ohne Streit,
von Hilfen für Alte in schwerer Zeit,
von Manager in Firmen - ohne Raffen,
von friedlichen Lösungen ohne Waffen.

Ich träume von Bäumen in grünen Wäldern,
von hellgelbem Raps auf blühenden Feldern,
von Nebel über dem rauschenden Fluss,
von Wildgansgeschrei als nächtlichem Gruß.

Ich träume von Burgen auf bergigen Höhen,
von Ufern schilfbewachsener Seen,
von Karawanen in endlosen Wüsten,
von Leuchttürmen an felsigen Küsten.

Ich träume von Tieren in freier Natur,
für mich wäre es Freude pur.
Ich sah diese Erde aus Tiefen und Höhen, 
erlebte das Leben mit Fühlen und Sehen.

Vom Fernweh blieb nicht mehr allzu viel,
statt nur zu träumen, bleibt heut noch ein Ziel,
von der Sehnsucht des Herzens getrieben:
Es heißt ganz einfach: Lieben!


©by H.C.G.Lux
 

4 Kommentare:

  1. d e m lieber Horst gibts nichts hinzuzu-fügen...
    weder kann " Frau - Weib .-großes Kind - es besser beschreiben
    treffender formulieren
    noch sich noch mehr wünsche...
    die wenigen die man hat
    `* sie´dürfen gerne in ERfüllug gehen...
    liebe Grüße aus einem Nebeltag...
    in klirrender Kälte...und Schnee mit Eispfropfen an den Nüstern:_))Angel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn unsere Wünsche in Erfüllung gehen - was tun wir dann noch, um sie zu erhalten?
      Ist gar nicht so einfach, liebes Engelchen,
      meint mit liebem Gruß
      Horst

      Löschen
  2. Ja, die Zeiten ändern sich, mal werden sie besser, mal wieder schlechter. Wenn man bedenkt, wann du geboren wurdest - etwa zur gleichen Zeit wie mein Bruder - dann leben wir heute in einer besseren Zeit. Wenn ich aber überlege, welches Lebensgefühl ich in 1970er oder 1980er Jahren hatte, dann will mir die heutige Zeit nicht mehr so wirklich gefallen. Dafür gefällt mir dein Gedicht sehr gut. Ich war auch kurz auf deiner Webseite und habe mir dort ein Zitat gemerkt: "Erfahrungen sammelt man wie Pilze: einzeln und mit dem Gefühl, dass die Sache nicht ganz geheuer ist."
    Erskine Caldwell
    So ist es.
    Herzliche Grüße - Elke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Herzlichen Dank für Deine Worte - Die Zeit ist nun mal nicht definierbar - wir müssen sie nehmen wie sie kommt,
      meint lächelnd
      Horst

      Löschen

[B]Ich danke Dir für Deine Nachricht![b/]

Gestern und Morgen

Der Tag kommt, irgendwann. Die roten Rosen lassen stumm die Köpfe hängen. Der weiße Schleier der Vergessenheit trennt messerscharf das Geste...