23.11.22

One Qatar, one Love

 

 

 Lange hatte die Fifa sich nicht gerührt. Schon im September hatten die großen europäischen Fußball-Nationen angekündigt die „One Love“-Binde zu tragen. Doch bei der FIFA gibt es keinen Platz für die Liebe. Sie wolle ihre eigenen Botschaften transportieren. Kurz vor dem WM-Start schien die Zeit reif, diese Botschaft durchzusetzen. Der Weltfußballverband packte die Drohkeule aus: Gelbe Karten für die Spieler, Geldstrafen – möglicherweise sogar Punktabzug. Aber: Genaues wurde nicht offengelegt! Das ist das schmutzigste Geschäft, das die FIFA seinen Mitgliedern antut.

Die Botschaft der FIFA: Wagt es nur nicht, euch zu widersetzen. Das Vorgehen zeigt einmal mehr, wie ignorant der mächtige Verband mit den Anliegen seiner Mitglieder umgeht und wie rigoros Qatar seine Interessen durchsetzt. Schon beim Bierverbot kurz vor dem Start des Turniers wurde deutlich, wer hier die Richtung diktiert. Auch bei der Frage nach der Kapitänsbinde missbraucht die Fifa ihre Macht. Dass der DFB und die sechs weiteren Verbände, die sich auf die Binde geeinigt hatte, vor diesem Gebaren einknicken, ist ein fatales Signal.

Europa, das Zentrum der Fußball-Macht, lässt sich diktieren, für welche Werte es einzustehen hat und für welche nicht. Die Nationen scheuen die Konfrontation, statt ein Zeichen zu setzen, dass durch die angedrohten Sanktionen noch deutlich an Strahlkraft gewonnen hätte. Die Verbände, die doch noch mutig Flagge zeigen, könnten weit mehr gewinnen als einen WM-Titel.

Nun aber ist es völlig egal! Nach der Niederlage der Deutschen gegen Japan wird es eng. Es ist möglich, in der Vorrunde auszuscheiden. Nun denn - dann soll es so sein, und wir freuen uns schon auf die nächste WM mit 48 Mannschaften. Und der Herr Infantino wird wieder Präsident sein, dafür sorgen schon jene Mitglieder, die an seiner Nahrungsquelle hängen! Wer kräht dann noch nach 2022? Die nächste WM hat dann ihr neues Fiasko ... 

2 Kommentare:

  1. wie ich sehe - beschäftigt dich, mich und viele andere die dazu noch/schweigen - dies Thema, ..
    ? - > weil sie keinen Mumm in der Hose haben selbst Stellung zu beziehen und sich laut zu äußern was ja fast schon sprichwörtlich für diese Genration ist, zulassen ...?
    hingucken in dieses unglaubliche Geschehen bei einerseits der Fifa, andererseits beim Weltfußballverband.
    was mich ein klein wenig wundert ist, fast niemand packt dieses heikle Thema an, warum nicht - fragt man sich ...
    ja warum nicht...
    " Frau versteht vielleicht nicht allzuviel vom Fußball" hat aber dennoch Augen und Ohren und sieht was geschieht...
    ja was nun?
    ein gutes Statement...ich danke dir...
    herzlichst angel

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    1. Ja - und nun ist die "erste Partie in die Hose gegangen". Soll man nun weinen? Dazu ist mir der Fußball nicht wichtig genug.
      Es dreht sich leider alles nur um das Geschäft - sonst hätten "die" Nationen, die sich einig waren, der FIFA mal gezeigt, wo es lang geht. Jetzt aber - alles beim Alten, die Menschheit wird eben nicht klüger, sondern täglich idiotischer! Und das ist auch mal eine "Armbinde" wert. Die Aufschrift:
      Bin ich oder bin ich nicht ...?
      alles Liebe
      Horst

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[B]Ich danke Dir für Deine Nachricht![b/]

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