16.1.23

Farbenspieler

 




William Turner, Der Vierwaldstätter See



Schon seit Langem störte mich
die blendend weiße Leinewand
auf meiner alten Staffelei.
Drum fasst' ich mir ein Herz
und mischte meine Farben
Enthusiastisch und voll Fantasie:

Das Chromoxydgrün mischte ich
mit Kassler Braun zu einem
wunderschönen Erdenton.
Ein wenig Gelb mit Grün noch
für die Sonne auf den Wiesen,
mit dunklen Schatten ausgefüllt.

Pariser Blau mit lichtem Ocker
gepaart für dunklen Tannenwald;
magentaroter Abendschein
hinter der braunen Fischerhütte
am kleinen umbragrünen See
vollendete die namenlose Pracht.

Wie von selbst lief da der Pinsel,
über freie Flächen sie zu füllen,
gestaltete die Farben, Formen
und zum zauberhaften Farbenspiel
verliefen die Gedanken sich
mitten hinein in das erträumte Bild.

 

2 Kommentare:

  1. Ein wunderbares Gedicht, der Inhalt beschreibt genau das Bild. Träume mit dem Pinsel gemalt!
    Liebe Grüsse in die Woche, Klärchen

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    1. das Ganze ist schon etwas älter - da konnte ich meine Hände noch gut einsetzen. heute ist das schwieriger - die Jahre, die Jahre ...
      Grüße von mir ...

      Löschen

[B]Ich danke Dir für Deine Nachricht![b/]

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