13.1.23

Sinnvoll?

 



 

Ich stelle mir seit einiger Zeit immer wieder mal die Frage, ob die Texte, die in meinem Blog so regelmäßig unter die Leute gebracht werden, überhaupt jemand interessieren? Eigentlich bin ich kein Anhänger des sogenannten »Ich-Reports«, das heißt, ich liebe es gar nicht, etwas zu schreiben, das mich allein etwas angeht.

       So manches Mal scheint es interessant zu sein, was man so erlebt, ich gebe zu dass ich auch so manches Ereignis als Aufhänger benutze, um mehr oder weniger spannende Lebensepisoden auf den Markt zu bringen.

       Als ich vor vielen Jahrzehnten damit begann, Kurzgeschichten und Berichte zu schreiben und auch in Wochenblättern auszuarbeiten, gab es nur wenige Themen aus meiner privaten Perspektive, deren Aufzeichnungen ich - im Gegensatz zu heute - für wert befand, überall gelesen zu werden. Wenn es mal geschah, waren es meist nur Kommentare zu Problemen, die viele Menschen interessierten.

       Diese »Ichologie« hat mit der Zeit viele Schreiber infiziert. Auch mich so manches Mal, gebe ich ja zu! Der Versuch, diese »philologische Krankheit« zu bekämpfen, scheitert oft an der eigenen Unfähigkeit, alles aus einer gewissen Entfernung sehen zu können! Und dabei - das weiss ich aus eigener Erfahrung, bringt ein Thema, das nicht mich selbst, sondern irgendeinen anderen Menschen betrifft, viel mehr Spannung in den Ablauf einer Erzählung. Dabei darf ich ja ruhig meine eigenen Erlebnisse benutzen, ich darf sie jedoch nicht in in dieser Textform ausleben! Ich denke, Schulaufsätze nach dem Schema »Meine Ferien« sind nicht unbedingt berauschend, oder?

       Ab und zu ertappe ich mich, wie ich über die Frage nachsinne, ob es überhaupt jemand interessiert, wenn ich dieses oder jenes Thema hinterfrage und darüber schreibe. Woran ich mich aus meiner Kindheit erinnere? Was ich erlebt habe? Was mir widerfuhr? Ist das so interessant? Immerhin beschäftigen mich diese und einige andere Fragen seit einiger Zeit des Öfteren. Bestimmt liegt das an meinem Lebensalter?

 

1 Kommentar:

  1. ah wa lieber Hort das liegt nicht an deinem Alter, und wenn dann nur maginär...zweitrangig...ähm...denke ich...passt das Wort überhaupt, keine Ahnung, werde ich hiernach " googeln..lacht...
    es ist deine Lebens und schreiberfahrung und jaha...selbst Klärchen schrieb vor nicht allzulanger Zeit vom ich - wir - und man - schreibstill bei Geschichten oderGedichten, dass sie sich auch Gedanken darüber macht.../e...wert, darüber nachzudenken? Ja, sage ich , natürlich..
    stellt man sich selbst zu sehr in den Mittelpunkt seiner geschichten ist das völlig in Ordnung/finde ich zumindest denn man hat ja seine ERfahrungen damit gemacht, möchte sich aber nicht unbedingt als Alleinunterhalter seiner geschichten präsentieren, sprich ständig in den Vordergrund schieben sondern auch die anderer Lebenserfahrungen einbeziehen, spricht also von man - wir - ich - oder viele..
    ich denke, man kann*s nicht allen recht machen wie man über etwas /Personen, - das gelebte ich - in Geschichten schreibt...
    entweder der Leser mags oder er lässt es sein...und wandert weiter dahin, wo es ihm besser gefällt.
    je älter man wird - dazu muss ich nicht ich " sagen, denn wir werden alle täglich älter, - desto mehr gereifte Erfahrungen erfährt man sowohl von anderen als vom eigenen Ich...
    biographische Erzählungen mögen einem bestimmten Leserpublikum näher sein, die unser Alter erreichen/oder streifen...und jüngere mögen genau wie bestimmte Themenbücher eben einen anderen Stil...
    wer meckert, kritisiert oder motzt soll sich lieber an die eigene Nase fassen und es uns Schreibern nachmachen um selbst etwas produktives wie das schreiben auch für andere ; - was zu leisten...
    hab ich dich nun etwas beruhigen können...?
    den Satz von dir !°° ich liebe es gar nicht, etwas zu schreiben, das mich allein etwas angeht. - kann ich nur dick unterstreichen...
    .....angel

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