17.1.23

Wer kennt Lützerath?

 



Also ich bin da ganz ehrlich: Bisher kannte ich diesen Ort nicht. Aber jetzt, jetzt weiß ich genau, wo er liegt. Alle Medien haben dafür gesorgt, dass ich nicht dumm bleiben muss.

Da wird nun demonstriert. O ja, das kenne ich noch von alter Zeit her. War ich doch selbst vor Urzeiten (1982) In Gorleben bei den Widerständen und in den Baumhäusern dabei. (Hat übrigens nichts genützt)

Es gibt immer und zu jeder Zeit etwas, wogegen man protestieren kann und sollte. Von Links, von Rechts, aus der Mitte heraus. Manchmal ist es eine gute Sache, für die man eintritt, manches Mal kann nur der Kopf geschüttelt werden. Da marschieren Hunderte von Schülern wirklich mit gutem Bewusstsein für die Umwelt-Kampagne durch die Stadt, es ist umwerfend, wie viel Überzeugung hinter diesen Demos steckt! In Lützerath proben selbst ernannte Klimaaktivisten den Aufstand gegen Polizei und RWE. Ein mediales Event, das leider verdrängt, dass die wahren Klimaschützer ganz wo anders sitzen.

Den Klimaaktivisten in Lützerath geht es darum, die Welt zu retten. Manche nennen sich gar »Letzte Generation«, als drohe schon die Apokalypse. Es gibt natürlich Klimaveränderungen, gewiss ist es aber noch kein Weltuntergang. Für mehr Klimaschutz zu demonstrieren, macht junge Menschen wirklich sympathisch. Da stehe ich voll hinter! Der Protest darf aber nicht die Gesundheit anderer gefährden. Wer gegen Recht und Gesetz verstößt, muss dann die ganze Härte von Recht und Gesetz in Kauf nehmen.

Ich denke, das größte Missverständnis von Lützerath besteht jedoch in der Vermutung, dort würden Klimaschützer dazu beitragen, den Planeten zu einem besseren Ort zu machen. Das ist leider nicht so.
Die wahren Klimaretter haben keine mediale Öffentlichkeit. Sie kleben ihre Hände nicht fest. Sie nutzen sie – zum Arbeiten. Es sind unsere Handwerker, die Solaranlagen auf Dächer bauen, von denen Häuser energetisch saniert und Wärmepumpen installiert werden.

Es sind dann noch die Ingenieure, die Offshore-Windparks planen und Firmengründer, die an neuen Wasserstoff-Geschäftsmodellen arbeiten. Unser Land steht vor dem größten Wandel seit der industriellen Revolution. Das jedoch kann nur gelingen, wenn Unternehmer, Erfinder und Handwerker jetzt alle Potenziale ausschöpfen. Klimaschutz ist daher vor allem eins: Arbeit! Propheten des Weltuntergangs bringen uns überhaupt nichts. Sie kosten nur Nerven und teilen die Menschen in Fürsprecher und Gegner. Kann, das die Zukunft sein, die uns allen vorschwebt?

 

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