8.5.22

8.5.1945

 

Dies ist keine Glorifizierung eines Tages - weder im positiven noch negativen Sinne. Es soll auch nicht den Siegesrauch der damaligen Mächte, die bis heute nicht auf ihre uralten Machtdemonstrationen verzichten wollen, kritisieren. Der Text soll nur daran erinnern, was einmal war ...

 

 


Vor 77 Jahren

gibt der Reichspräsident, Großadmiral Karl Dönitz, in einer Rundfunkansprache über den Sender Flensburg sämtlichen deutschen Streitkräften den Befehl zur Kapitulation.

      Der Krieg war beendet, Deutschland besetzt und fast überall zerstört. Dies galt für die Moral, die Politik und die stets so geachtete Wirtschaft, das Land war gebrochen und zerrüttet. In den Scherben und Trümmern der zerstörten Städte versuchten die Menschen, ihre übriggebliebene Habe für ein wenig Brot und Kartoffeln einzutauschen. Die vorrätigen Nahrungsmittel wurden mit Hilfe von Lebensmittelkarten verteilt. Da die Rationen häufig nicht ausreichten, fuhren viele Deutsche zu »Hamsterfahrten« aufs Land. Dort tauschten sie bei Bauern ihre über den Krieg geretteten Wertgegenstände gegen Gemüse oder Milchprodukte.

(Präsident Roosevelt sagte in jenen Tagen einmal auf die Frage, ob er wollte, dass die Deutschen hungern: »Warum nicht?«)

Die gesamte Lage im ehemaligen Reichsgebiet und die Bombennächte beherrschten nun mal das gesamte Leben einer Generation!

      Ich erinnere mich ungern daran, dass ohne den blühenden Schwarzmarkt ein Leben sehr schwer möglich war! So katastrophal dies manchmal war, es ging wirklich ums Überleben!

      Deutschland lag am Boden, ein Sturz, den es selbst herbeigeführt hatte. Der Aufstieg danach war dank des Marshallplans nur möglich, weil das Land im Zentrum Europas wieder gebraucht wurde - als Bollwerk gegen den Osten!
 Aber das ist ein anderes Thema - aber genau so spannend und
aktuell wie eh und je! Das jedoch war am 8.Mai 1945 noch nicht absehbar.

       

 ©by H.C.G.Lux

Gestern und Morgen

Der Tag kommt, irgendwann. Die roten Rosen lassen stumm die Köpfe hängen. Der weiße Schleier der Vergessenheit trennt messerscharf das Geste...