Posts mit dem Label Probleme weltweit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Probleme weltweit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

4.8.24

Die anderen Leute!

 










Vor einigen Tagen las ich in einer 80 Jahre alten Zeitung das alte Sprichwort »Andere Leute sind auch Leute!« Mir ist nicht bekannt, woher diese Milchmädchen-Weisheit stammt, das ist ja auch gleich; wichtig ist nur die Aussage, »dass man andere Leute nicht verachten soll!.« Was aber sind denn andere Leute? Der Ausdruck meint eigentlich nichts anderes als »Andere Menschen«. Und das heisst: Menschen aus der Nachbarschaft, aus einer anderen Gegend, einer anderen politischen Partei, einem anderen Volk. Auch Menschen einer anderen Hautfarbe, anderer Religion oder einer fremden Sprache.

     Gemeint sind jedoch auch die klassifizierten »Besserverdienenden«, aber auch jene, die neidvoll eben diese Menschengruppen als Ausbeuter abstempeln, die mehr haben als die Masse der Normalverdiener! Alle Bewohner unserer Erde haben das Feindbild eines anderen Menschen vor Augen, nach diesem richten sie ihre eigenen Ansichten aus. Und diese Ansichten werden meist schon mit der Muttermilch aufgesogen! Später solche Meinungen auszuradieren, ist eine Sisyphusarbeit und kaum noch zu bewältigen!

       Jeder Mensch ist auf seine Art etwas Besonderes, jeder hat Vorteile und Kenntnisse, die der Nachbar nicht hat, dafür ist jener mit anderen Qualitäten befähigt. Ohne diese Veranlagungen wäre unsere Kultur auf der Höhe des Vorzeitmenschen stehen geblieben!

     »Andere Leute sind auch Leute« heisst aber auch: Wer Dieses oder Jenes besser kann, soll anderen auch helfen, bei denen es nicht so gut klappt! In unserem Grundgesetz heisst das: Geld und Gut bringt auch Pflichten mit sich (Art. 14, Abs. 2 GG). Die Menschen, die uns das Grundgesetz gaben, waren auch darauf bedacht nach der Nazi-Zeit die wichtigen Aussagen im Auge zu behalten; »Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens und seiner politischen Meinung unterdrückt oder vorgezogen werden!«

       All das wurde von den Nationalsozialisten mit Füssen getreten. Ist es heute alles so, wie es sein sollte? Mitnichten! Männer werden z.B. noch immer den Frauen vorgezogen, in Fragen des »gleichen Lohns für gleiche Arbeit« sowie bei der »Bewertung der Stellen«. Dann schaut man mal auf die anderen Regeln, die das GG vorschreibt. Da ist längst nicht alles so, wie es sein sollte oder wie es mal war! Alles einzeln aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen, aber es macht doch ganz schönes Kopfzerbrechen, was alles den Lauf der Demokratie bremst.

     »Hast du schon gehört?« Wie oft ist mit dieser Einleitung so manche »Fake-Nachricht« unter die Leute gebracht worden! Ich jedenfalls prüfe jede öffentliche Nachricht mehrmals auf ihre Wertigkeit, bevor ich sie als wahr erkennen kann!
Wie viel Not und Elend ist durch solche Falschmeldungen in die Welt gekommen!

       Für mich und die meisten Menschen in unserem Land gilt immer noch die Aussage, dass jeder gleichviel wert ist und auch die gleichen Rechte beanspruchen darf und kann!

Menschenwürde darf nicht finanziell kompensierbar sein.

1.7.24

Mauern

 


Ich rede nicht gern über Mauern. Sie trennen Menschen, sie trennen Situationen, sie trennen all jenes, das eigentlich eine Gemeinsamkeit sein müsste. Ich wüsste nur gern den Grund für diese ewigen Teilungen!

      Wer oder was bringt uns in die Lage, Mauern zu errichten? Was treibt uns dazu an? Eine Mauer deutet unsere Position in dieser Welt an. Existierend befinden wir uns auf der einen oder anderen Seite. Wenn es eine Mauer gibt, steht uns nicht mehr der gesamte Raum zur Verfügung, um uns frei bewegen zu können. Sie schränkt uns ein. Wir können ihr ausweichen, wir können sie ignorieren, nicht anschauen, so tun, als gäbe es so ein Ungetüm gar nicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie verschwindet. Die Mauer ist da, trotz allem Herumreden.

     Es gibt Millionen von Mauern auf dieser Welt, das ist uns bekannt.. Kleine Mauern, grosse Mauern, kurze Mauern, einfache Holzzäune, Barrieren mit Stacheldraht, hohe Mauern, niedrige Mauern, die Vielfalt ist immens. Die Gebiete, in denen wir leben, sind komplett zerschnitten, Routen führen um Mauern herum oder durch diese hindurch, streng markiert. Alle Mauern haben Türen, Tore oder blosse Durchgänge, die bewacht werden können oder nicht. Zusätzlich zu den physischen Mauern, wie zum Beispiel die, die Berlin teilte, gibt es psychologische Mauern, kulturelle Mauern, religiöse Mauern, es gibt Mauern von alle Formen und Konsistenzen, die wir nach unserem Willen oder unserer Fähigkeit überwinden.

       Wir können eine Mauer verachten, indem wir ihr nicht die geringste Bedeutung beimessen; dies geschieht, wenn die Existenz der Barriere überhaupt nicht direkt in unser Leben eingreift, oder unsere Überzeugungen sehr verletzt. Es ist ganz leicht, eine Mauer völlig zu ignorieren, wenn sie nur den Nachbarn stört, mich aber völlig kalt lässt, nicht wahr?

       Die Existenz von Mauern kann durchaus gerechtfertigt sein - oder nicht: Doch jede Mauer, ob real oder psychologisch, steht nun mal konkret mitten in unserer Welt - und Zeit! Mauern trennen, ob man es will oder nicht. Die Trennung betrifft Länder, Menschen, Gedanken, Anschauungen. Eines ist dabei völlig klar - Frieden auf dem Erdball kann es nur geben, wenn alle diese unsäglichen Bauwerke abgeschafft würden. Da dies jedoch niemals geschehen wird, ist auch ein Friede auf Erden völlig illusorisch ...

 


30.5.24

Real democracies

 



 










Seit einigen Jahren ist jeder Bürger eines jeden Staates der Welt berechtigt, die »Goldene Einreise-Berechtigung« zu erhalten. Er muss lediglich über genügend Geld verfügen, um bestimmte Wirtschaftsteilnehmer umarmen zu können. Schon stehen ihm die Türen Europas weit offen.

     Unterdessen versinken im Mittelmeer weiterhin andere Anwärter im Versuch dabei, diesen tatsächlich demokratischen Raum, mit Namen Europäische Union, zu besiedeln. Es ist alles nur eine Frage der Investitionsfähigkeit. 

   Diejenigen Menschen, die in diesem blauen Postkarten-Meer sterben, investierten alles von ihrem Leben, was sie noch übrig hatten. um ihren elenden Platz auf einem tödlichen Boot aus den Händen skrupelloser Schlepper zu kaufen.

   Diejenigen jedoch, die Luxusimmobilien und ähnliches kaufen und damit weitere Geschäfte machen, verhandeln weiter mit einer anderen Art von Menschenhändlern, die noch gewissenloser sind als andere. Es wird ihnen kinderleicht gemacht, denn die Risiken, die sie dabei eingehen, sind praktisch gleich Null!

     Es kommt auf die Quantität an. Sind sie superreich, werden diejenigen, die einen Platz auf der nördlichen Seite des Meeres anstreben, auf keinerlei Hindernisse stossen. Sind sie jedoch arm, (die Überzahl der Refugees sind es), ist ihnen ein unvergessliches Abenteuer garantiert: Alterskranke Schlauchboote, Wellen und Seekrankheit, Mauern, Wächter und Stacheldraht, Auffanglager, Hunger und Angst.

   Sollten sie dann das Glück haben, zu überleben, finden sie vielleicht eine kleine Möglichkeit, in der sie - unter teils menschenunwürdigen Umständen - ihr weiteres Leben fristen können. Nicht gewollt und verachtet, manchmal möchte man sie zurückschicken auf den Ozean, der sie ans gelobte Land spülte. Sie blieben dann übrig, von ihren Lieben zu Hause getrennt, weil ihnen der Himmel auf Erden versprochen wurde.

    Der Unterschied bei der Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen im europäischen Raum ist das perfekte Porträt dessen, wer wir sind! Ein gemeinsames, soziales und politisches Projekt? Mitnichten. Das Geld die Welt regiert, weiss inzwischen schon das Kind in der KiTa.

     Geld ist allmächtig, Geld rechtfertigt alles, reinigt alles, reinigt sich selbst und reinigt die Verbrechen derer, die es anhäufen! Ich kann es einfach nicht glauben, dass jenes Kapital, das für den Kauf von Luxusartikeln, Immobilien und sonstigen Dingen verwendet wird, aus diesem Handel mit Auswanderern im Mittelmeer stammt. Auch nicht aus dem Waffenhandel in den diversen Kriegen, in dem beide Seiten von den gleichen Herstellern beliefert werden.

     Ist es das, was wir den undemokratischen Ländern oder den weniger echten Demokratien zu bieten haben? Warum wundern wir uns dann, wenn sie uns hassen und mit aller Kraft, die sie haben, gegen uns kämpfen wollen?

     Wir geben doch letztlich den Staaten etwas mit und lehren sie etwas Wichtiges: Alles so zu machen, wie wir es vor vormachen! Demonstration war schon seit jeher ein praktikabler Lehrmeister.

 

24.3.24

News-Fakes

 




















Viren, die auf Lebewesen losgelassen werden, um Schaden anzurichten, können Leben auslöschen. Zumindest bringen sie so viel Unordnung in die Welt, dass alles, was vorher gut war, über Nacht in einen katastrophalen Zustand gerät. Wir haben das mit den Pandemien auf der Basis von Corona erlebt.

       Die berühmt-berüchtigten Fake News sind ebenso verhängnisvoll, sie sind wie Viren, die die Menschen infizieren und in der Folge die sozialen Beziehungen beeinträchtigen und die öffentlichen Angelegenheiten völlig zum Erliegen bringen. Diese »Krankheit« ist erstaunlich leicht übertragbar. Alles, was es dazu braucht: Etwas taucht »zufällig« in einem sozialen Netzwerk auf - und schon breitet es sich aus wie ein Waldbrand in einem trockenen Sommer.

       In den meisten Situationen sind Fake News leicht zu entlarven. Man müsste nur ein bisschen quer oder tiefer recherchieren und die Wahrheit käme ans Licht. Aber natürlich ist das mit Arbeit verbunden, die Wahrheit gibt es nicht umsonst. Und es ist auch viel einfacher, dumm zu sein. Außerdem ist es in Mode, einfach zuzustimmen und die Nachricht ungeprüft weiterzugeben. Aber damit beteiligen wir uns mit einer Mischung aus Freude und Empörung an der Korruption des sozialen Körpers, dem auch wir angehören! Wir lassen uns von der Dummheit anstecken, und wenn wir dumm werden, werden wir aggressiv. Das geht oft so weit, dass es zu Verleumdungen kommt, zu Ausbrüchen von Empörung, die oft völlig ungerechtfertigt sind.

       Wir sind dann die Infektionserreger, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Unsere sogenannten »sozialen Netzwerke« tragen wesentlich zu dieser peinlichen Desorganisation des menschlichen Denkens bei. Computer allein machen uns nicht zu intelligenteren Wesen! Da ist erheblich mehr beteiligt! 

       Ist das unsere schöne neue Welt? Eine Welt, in der Maschinen uns helfen, noch viel dümmer zu sein, als wir es ohne ihre Hilfe wären?

21.3.24

Thema 1

 



 









Nord-Korea, Saudi-Arabien, Katar, Ägypten, Venezuela, Irak, Jemen, Russland, Palestina, Ukraine, Afghanistan, Sudan, Libyen, Iran, Pakistan, Taiwan, Israel, die Liste der Problemstaaten unserer Erde ist nicht kurz. Meine Erinnerung ist längst nicht so ausgeweitet, dass ich alles aufzählen könnte. Es ist halt nur eine grobe Skizze der Weltkarte, auf der alle fragilen Länder mit roter Farbe eingezeichnet sind.

       Die Welt kocht noch auf Sparflamme. Und die Köche, die ihr Süppchen vorbereiten, suchen sorgsam die Zutaten zusammen, mit denen sie die Geschmäcker ihrer Zwangsgäste verwöhnen können. Ich lese Zeitung und habe das Gefühl, dass der Globus in einem Schnellkochtopf auf dem Herd steht. Irgendjemand hat die Temperatur so eingestellt, dass die Temperatur kontinuierlich steigt. Ich lese, dass von 195 Staaten dieser erde nur 66 Demokraitien sind! Es ist kaum glaubhaft, und dennoch muss ich es tatsächlich annehmen.

       Hier bei uns läuft es ziemlich geradeaus! Die Leipziger Buchmesse öffnet die Pforten, Bayern verbietet »Gendersprache«, die Geburtenrate auf niedrigstem Niveau in Deutschland. Das sind im Moment die Schlagzeilen unserer Presse. Unabhängig davon die täglichen Greuelmeldungen aus den Kriegsgebieten. Dann das übliche Politik-Gerangel, Wochen-Allerlei eben. Oder doch nicht?

       Manchmal erinnere ich mich vage an die 80er Jahre, an den Kalten Krieg, ist das nun die Zukunft , ich habe nicht einmal Lust zu lächeln. Die menschliche Spezies ist eine ständige Bedrohung für sich selbst und doch auch ihre einzige Hoffnung. Gott wird hier nicht genannt, obwohl er aus einer bestimmten Perspektive sehr vermisst wird.

 

27.2.24

Ende und Anfang

 




Warum habe ich oft das Gefühl, die Zukunft hätte sich schon längst bei uns breit gemacht? Kann ja sein, dass die allgemeine Weltlage alles in solchen schwarz-grauen Farbtönen erscheinen lässt. Das Märchen vom »Amerikanischen Traum« hat sich als »FakeNews« herausgestellt. Der »Chinesische Albtraum« dagegen hat schon längst begonnen und breitet sich auf dem Globus in nicht geahntem Umfang aus.

Ich frage mich, welchen Platz hat eigentlich noch die Europäische Union in der sich neu gestaltenden Weltordnung? Wer sich das alles einmal so schön vorgestellt hat, wie auch immer das erwartete träumerische Weltmodell aussehen sollte - Geld wird jedenfalls ohne Ausnahme die festgelegten Konturen sozialer Angelegenheiten bestimmen.

Neu ist, dass plötzlich auch der Herrgott als unwiderstehliche Kraft wieder auf der politischen Ebene der Welt erscheint. (War er nicht schon immer da? Nun holt man ihn wieder aus der Ecke, in der so schön ruhen sollte, wieder hervor)
Seit Jahrhunderten ist bekannt, dass die Amerikaner ihm immer vertrauen, das steht so auf ihren Dollarnoten (in God we trust). Wir glauben z.B. dass die Iraner immer Allahs Gesetz gehorchen, dass die Türken ein überaus gläubiges Volk sind. Und die Brasilianer glauben, dass Gott vom Montanha do Corcovado aus Rio de Janeiro stammt.  
Ist denn auch schon bekannt, dass 
Giorgia Meloni in Italien eine »Vertraute der Jungfrau Maria« ist? Na gut, jeder im Westen weiss jedenfalls, dass Mr.Putin längst eine russische Ikone mit Goldrand ist!

Welche Vorzüge der Nahe Osten mit seinen diversen Religionen bietet, sehen wir alle zur Genüge in den jetzigen umenschlichen Kriegszuständen, unter denen Millionen Menschen zu leiden haben. Diese erstaunliche Anhäufung von moralinsaurer Aggressivität hat einen überaus großen Einfluss auf das Denken der Bevölkerung vieler Staaten. Die »Lenker«, die unsere Zukunft bestimmen sollen, haben alles in ihrer Hand - nur nicht die Zukunft, die ist ihnen schon längst entglitten! Sie reagieren nur noch, statt zu regieren und zu agieren!

Dinge geschehen in einem bestimmten Moment der geschichtlichen Zeit, etwas zerbricht und verwandelt sich in etwas neues.. Es kann morgen sein, in zehn Jahren, es kann jetzt oder sogar irgendwo in der Vergangenheit gewesen sein, ohne dass wir uns der radikalen Bedeutung eines Ereignisses bewusst waren! Niemand jedenfalls ahnt oder weiß, ob es zum Guten oder zu divergierenden Ansichten kommen wird.

Die Zukunft lenkt einfach immer von dem ab, das wir uns eigentlich darunter vorgestellt hatten. Dabei ist es eigentlich ganz simpel: Wir haben lediglich vergessen, das die Zeit der Dampfeisenbahn längst vorbei ist. Wir fahren heute an Bord eines rasenden Hochgeschwindigkeitszuges unserem Ziel entgegen, von dem wir gar nicht wissen, ob es dieses überhaupt gibt.

Die Ankunft am Bahnhof sieht daher niemals vielversprechend aus, weil wir diesen Bahnhof zubereiten müssen! Dieser Zukunftsbahnhof ist völlig leer und ohne jedes technische Zubehör, das notwendig ist, damit etwas ohne Störung funktioniert. Das aber scheint keiner der Weltherrscher einzusehen. Wer klärt sie nun auf, diese Besserwisser und Alleskönner? Wer darf denn das? Und weil es nun so ist, erscheinen Lösungen dieser Probleme in grauen Fernen zu liegen!

Während ich diese Worte schreibe, formiert sich in meinem unruhigen Geist eine Frage: Was wäre, wenn die Zukunft bereits geschehen ist und wir mitten im Trümmerfeld der Geschichte leben - und merken es nur nicht?

 

Krieg ist kein Spiel

    Ich bin eigentlich in einer Familie groß geworden, die den Krieg gehasst hat. Dazu haben die Jahre 1914-18 und 1939-45 zu viele Opfer ...