8.7.24

Vorbei?

 
















Auf einmal war es vorüber. Lang erwartet, mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht, vor-kritisiert und von allen Seiten beleuchtet. Das Sommermärchen 2.0, das allen Interessierten dann doch nicht das erwartete Happy-end bescheren konnte, weil - ja warum eigentlich? Weil die Trauben dann doch noch nicht reif genug waren und man aus der Maische nur interessanten farbigen Essig zaubern konnte?

       Es ist nun mal das Gesetz solcher tollen Events: Einer kann nur der Gesamtsieger sein! Man kann einige Tage voller Hoffnung sein, dass alle Mitbewerber nicht den eigenen Level erreichen. Je nachdem nun der eigene Enthusiasmus auf die Spitze getrieben wird, bleibt dann die Enttäuschung in Grenzen oder fällt auf einen Zustand unter -50% des Vortages zurück.

       Der gewaltige (wirtschaftliche) Aufschwung, der beim Gewinn des ersten Platzes erwartet wird, fällt in sich zusammen, überlässt einer gewissen »Katerstimmung« seinen Platz. Bis dann irgendwann entdeckt wird, dass es ja gar nicht so schlimm ist, nicht an der Spitze zu stehen. Es bleibt immer der Aufruf, »nächstes Mal« von Neuem nach dem »Super-Cup« zu greifen! Irgendwie muss doch ein neuer Anreiz geschaffen werden, sonst geht alles völlig sinnlos an allen Beteiligten vorüber.

       Die finanziell hauptbeteiligten Partner wie UEFA oder FIFA erfinden doch immer wieder neue Wettbewerbe, um die FAN-Massen bei Laune zu halten. Die WM´s (oder EM´s) haben schon lange ihre Unschuld verloren!

(Wie die Olympischen Spiele auch, wer erinnert sich noch an die Zeit, als nur Amateure mitmachen durften? Thomas Morus »Utopia« ist auch im Sport kein Fremdwort mehr.)

Aber die Freude am Sport soll sich niemand nehmen lassen. Nur dass man im bitteren Ernst darin verharrt, ist kontraproduktiv! Im Zweifelsfall hilft stets ein Lächeln - auch wenn es vielleicht etwas gequält ist! 
Sehen wir uns 2026 bei der Fussball-WM wieder? Oder schon in den nächsten Tagen in Paris bei OLYMPIA? Bitte nicht den Spass verderben lassen ...

2 Kommentare:

  1. Wer richtig sportbegeistert ist und nicht nur dem "Sieg nachschaut" - guckt doch gerne und überall dort wo es Spiele gibt...
    schon immer und auch früher galt -
    Sport - Brot und Spiele sind dafür da die Massen zu beglücken zu begeistern und zu unterhalten...
    und früher gab es == OO == Kohle dafür...
    daran kann man sich gerne zurückerinnern , dann bringt der Sport auch ungeteilte geteilte Freude...
    meint Angel..

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    1. Wir haben in der Jugendzeit noch Sport gemacht, weil es uns Freude brachte. Heute wird Sport gemacht, weil es Geld bringt. "Beruf: Sportler? "
      Einer gewinnt und 100.000 schauen zu ...

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Danke für die Interessante Anmerkung!

Dann musst du eben gehen.

Mitten aus dem Leben erzählt ...  Sonnenschattengeflecht auf dem Waldboden. Der Geruch nach feuchtem Moos und nach Nadelgehölz umschmeiche...